Die Seite Drei Kalter Krieg

Dresden, ein Jahr nach dem Aufzug von Pegida: In jedes Büro, in jede Familie, jeden Verein ist das Thema hineingekrochen wie ein Gift. Dafür oder dagegen? Eine Bestandsaufnahme.

Von Cornelius Pollmer

Am Anfang, vor bald einem Jahr, da war der erste Gedanke: Dreharbeiten. Die Öffentlich-Rechtlichen würden auf dem Funkhausflur noch einen Goldtopf entdeckt haben und deswegen mal wieder das Ende der DDR nachspielen. Und genau so sah es doch aus: Knapp 2000 Statisten knäuelten sich auf dem Dresdner Neumarkt, viele Deutschlandfahnen wehten, deren größte zum Fuße des Bronze-Luther vor der Frauenkirche. "Wir sind das Volk!", riefen die Menschen.

Pegida erwies sich als reale Gegenwart, allerdings mit einem so abenteuerlichen Plot, dass ...