Dubai:Lebenszeichen gefordert

Latifa bint Mohammed Al Maktoum

Prinzessin Latifa in einem Video vor drei Jahren, in dem sie darüber spricht, aus Dubai zu fliehen.

(Foto: AP)

Mehrere UN-Menschenrechtsexperten verlangen vom Golfemirat Dubai ein Lebenszeichen und klare Auskünfte über das Schicksal der verschwundenen Prinzessin Latifa. Sie seien besorgt über Misshandlungsvorwürfe, teilten sie am Dienstag in Genf mit. Unter anderem hatte das UN-Menschenrechtsbüro in Genf ein Treffen mit der Tochter des Emirs Mohammed bin Raschid al-Maktum von Dubai verlangt. Freunde der Frau hatten im Februar in Großbritannien Videos der Prinzessin veröffentlicht. Darin sagt sie, sie sei entführt worden und werde in einer Villa festgehalten. Die Herrscherfamilie Dubais gab an, Latifa werde von ihrer Familie und medizinischem Personal betreut. Latifa hatte im Februar 2018 per Schlauchboot und Jacht versucht, Dubai zu verlassen. Sie soll von einem Sonderkommando vor der indischen Küste gestoppt und gewaltsam zurückgebracht worden sein, berichteten Freunde.

© SZ vom 21.04.2021 / dpa
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