Syrien-Krise:USA warnen Syrien vor weiterer Verzögerungstaktik

U.S. Secretary of State John Kerry gestures during his news conference with Britain's Foreign Secretary William Hague at the Foreign and Commonwealth Office in London

US-Außenminister John Kerry hat eher unfreiwillig eine neue Syrien-Vorstoß in Gang gebracht.

(Foto: REUTERS)

Mit einem neuen Vorstoß versucht Russland, einen US-Militärschlag zu verhindern. Außenminister Lawrow hat die Regierung in Damaskus aufgefordert, die Chemiewaffen zu zerstören. Syriens Außenminister begrüßt die Initiative. Washington reagiert jedoch mit großer Skepsis.

Von Nicolas Richter, Washington und Julian Hans, Moskau

Russland hat seinen engen Verbündeten Syrien dazu aufgefordert, seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen und zu zerstören. Außenminister Sergej Lawrow bot am Montag in Moskau russische Unterstützung für den Vorschlag an, dass das syrische Regime von Präsident Baschar al-Assad seine Chemiewaffen abgeben solle.

Der syrische Außenminister Walid Muallem, der zu einem Treffen mit Lawrow nach Moskau gereist war, begrüßte den Vorstoß. Die russische Regierung versuche, einen "amerikanischen Angriff auf unser Volk zu verhindern", sagte Muallem.

US-Außenminister John Kerry hatte wenige Stunden zuvor in London mit der Aussage Verwirrung ausgelöst, das syrische Regime könne einen Militärschlag noch verhindern, wenn es innerhalb einer Woche alle Chemiewaffen übergebe. Später widerrief sein Ministerium diese Äußerung. Kerry habe dies nur "rhetorisch" gemeint. Lawrow nahm Kerrys Aussage aber sofort auf. Er sagte, Moskau erhoffe sich von der Maßnahme, dass ein Militärschlag gegen Syrien verhindert werden könne.

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