Überfall auf SPD-Politiker:Spuren ins Rechtsextreme

Lesezeit: 4 min

Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR erhärten den Verdacht: Die jungen Männer, die am Freitag in Dresden Matthias Ecke zusammengeschlagen haben sollen, besitzen wohl Verbindungen in die rechtsradikale Szene.

Von Johannes Bauer, Sebastian Erb, Ben Heubl, Martin Kaul, Christoph Koopmann und Kristiana Ludwig, Dresden/München/Berlin

Wahlplakate nur noch am Tag und nicht mehr alleine anbringen, das soll Wahlkampfhelfer schützen. (Foto: JENS SCHLUETER/AFP)

Am Montagnachmittag versendete Matthias Ecke, sächsischer Spitzenkandidat der SPD im Europawahlkampf, ein Selfie über die Plattform X. Sein rechtes Auge ist darauf blau unterlaufen, ein Pflaster klebt ihm auf der Wange. Er bedanke sich für die "Anteilnahme", schreibt er dazu. Ecke war am Freitag in Dresden zusammengeschlagen worden. In der Nacht zum Sonntag hatte sich ein 17-Jähriger der Polizei gestellt. Montagfrüh wurden drei weitere Tatverdächtige festgenommen. Sie alle sind 17 oder 18 Jahre alt.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusAngriff in Dresden
:"Diese Hetze hat ganz konkrete Auswirkungen auf der Straße"

Der heftige Angriff auf den SPD-Kandidaten Matthias Ecke ist nur eine von mehreren Attacken im Wahlkampf. Sachsens Innenminister Armin Schuster sieht das als Folge von Provokationen vor allem am rechten Rand.

Interview von Jan Heidtmann

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: