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Dresden:Haftstrafen für Neonazis

Das Landgericht Dresden hat gegen sechs Mitglieder der rechtsextremen Freien Kameradschaft Dresden (FKD) lange Haftstrafen verhängt. Der Rädelsführer Benjamin Z. (31) muss für vier Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Angeklagt waren fünf Männer sowie eine Frau. Die Beschuldigten wurden wegen der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sprengstoffexplosionen verurteilt. Verhängt wurden Strafen zwischen zwei Jahren und zehn Monaten und sechs Jahren. Das Gericht ging davon aus, dass die Kameradschaft nicht von Anfang an auf Gewalttaten aus war. Sie habe sich aber nach ihrer Gründung im Juli 2015 schnell radikalisiert. Die FKD hatte wiederholt Gewalttaten an Ausländern, Andersdenkenden und auch Polizisten verübt. Die Taten seien aus fremdenfeindlichen und rassistischen Motiven begangen worden, sagten die Richter in ihrer Urteilsbegründung.

© SZ vom 18.01.2020 / dpa

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