Donald Trump plant offenbar, ein New Yorker Gesetz als verfassungswidrig anzufechten, das es erlaubt, wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs zu klagen, auch wenn dieser bereits Jahrzehnte zurückliegt. Das kündigte ein Anwalt des früheren US-Präsidenten am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem Bundesgericht in Manhattan an.
Trump wird derzeit selbst nach dem neuen Gesetz namens Adult Survivors Act verklagt, das im Zuge der "Me too"-Bewegung verabschiedet wurde und die Verjährungsfrist für Klagen wegen sexueller Übergriffe aufhebt. Die New Yorker Autorin E. Jean Carroll beschuldigt den Republikaner, sie Mitte der 1990er-Jahre in einem New Yorker Kaufhaus vergewaltigt zu haben. Wegen Körperverletzung und Rufschädigung verlangt sie nun Schadenersatz. Trump hat ihre Anschuldigungen wiederholt bestritten.
Die Anfechtung werde in einem Antrag auf Abweisung von Carrolls Klage enthalten sein, sagte der Anwalt Trumps. Es wäre eine der ersten verfassungsrechtlichen Anfechtungen des neuen Gesetzes, das am 24. November in Kraft trat, dem Tag an dem Carroll ihre Klage eingereicht hatte.

