USA:Ein zu hoher Preis

Lesezeit: 3 min

Donald Trump

Nichts zu befürchten? Donald Trumps Impeachment könnte beginnen wie das von Richard Nixon und enden wie das von Bill Clinton.

(Foto: AP)

Einerseits ist es geradezu geboten, dass die Demokraten ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump betreiben. Andererseits dürfte am Ende ausgerechnet Trump davon profitieren.

Kommentar von Hubert Wetzel, Washington

Es gibt in der jüngeren amerikanischen Geschichte zwei Präsidenten, die mit einem Amtsenthebungsverfahren zu tun hatten. Richard Nixon trat 1974 zurück, nachdem der Kongress wegen des Watergate-Skandals ein Impeachment gegen ihn begonnen hatte. Er wollte sich die Schande eines Schuldspruches ersparen. Bill Clinton hingegen triumphierte 1999, nachdem das Abgeordnetenhaus ihn wegen der Lewinsky-Affäre zwar angeklagt, der Senat ihn aber freigesprochen hatte. Wenn man daraus etwas für das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump ableiten will, dann vielleicht diese Prognose: Trumps Impeachment beginnt wie das gegen Nixon; enden wird es aber vermutlich wie jenes gegen Clinton.

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