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Diplomatie:Sudan geht auf Israel zu

Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain hat Angaben der US-Regierung zufolge nun auch der Sudan eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel angekündigt. Das teilte der Vizesprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, am Freitag unter Berufung auf US-Präsident Donald Trump mit. Es handele sich um "einen weiteren bedeutenden Schritt zur Schaffung von Frieden im Nahen Osten". Das Weiße Haus hatte zuvor mitgeteilt, Trump habe den Kongress über seine Absicht informiert, den Sudan von der amerikanischen Liste staatlicher Unterstützer von Terroristen zu streichen.

Im Gegenzug hatte sich der Sudan bereiterklärt, amerikanische Terroropfer und deren Angehörige zu entschädigen. Die Zahlung des Sudan von 335 Millionen Dollar sei eingegangen, teilte das Weiße Haus am Freitagabend mit. Nach einer Streichung dürfte es für internationale Firmen und Banken einfacher werden, im Sudan Geschäfte zu machen, und der Sudan bekommt leichter Hilfe und internationale Kredite.

© SZ vom 24.10.2020 / dpa
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