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Die SPD und die K-Frage:Gabriel verzichtet angeblich auf Kanzlerkandidatur

Treten nur noch Steinmeier und Steinbrück als SPD-Kanzlerkandidaten an? Einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" zufolge soll Parteichef Sigmar Gabriel faktisch aus dem Rennen ausgestiegen sein. SPD-Generalsekretärin Nahles dementiert: Es handele sich um Spekulation.

Sigmar Gabriel tritt angeblich nicht mehr als Kanzlerkandidat für die SPD an: Der Leipziger Volkszeitung zufolge hat sich der Parteichef faktisch aus dem Kandidaten-Wettbewerb zurückgezogen.

Zukunftskongress der SPD Bundestagsfraktion

Die SPD-Troika aus Peer Steinbrück (von links), Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier: Laut einem Zeitungsbericht tritt Gabriel nicht mehr als Kanzlerkandidat für die Partei an.

(Foto: dpa)

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles dementierte den Bericht allerdings umgehend. "Ich kann das nicht bestätigen. Es handelt sich um eine weitere, jetzt langsam wie das Kraut in die Höhe schießende Spekulation", sagte sie dem Berliner Sender rbb-inforadio.

In der SPD-Spitze gibt es der Leipziger Volkszeitung zufolge außerdem Pläne, den Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 früher zu bestimmen als bislang geplant: Die Kandidatenkür solle spätestens im Dezember 2012 erfolgen, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Bislang wollten die Sozialdemokraten ihren Kanzlerkandidaten nach der Niedersachsen-Wahl Ende Januar nominieren.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hätten sich gegenseitig versprochen, die Kandidatenfrage "frühzeitig und in voller Sympathie und Freundschaft füreinander" zu klären. Der eine wolle den anderen zusammen mit Parteichef Gabriel voll und ganz unterstützen, wurde der Zeitung aus Kandidatenkreisen bestätigt.

Für eine frühzeitigere Kandidatenklärung spräche auch die Notwendigkeit, das sich abzeichnende Regierungsprogramm nicht am Ende einem Kandidaten "überzustülpen". Dieser Eindruck müsse auf jeden Fall verhindert werden.

Am Wochenende hatte Steinbrück angekündigt, mit ihm werde die SPD nach der Bundestagswahl nicht als Juniorpartner in eine Koalition mit der Union einsteigen.