Die Linke: Skandale um Klaus ErnstKonsequent ins Abseits

Die Aufregung um "Porsche-Klaus" reißt nicht ab: Deutschland diskutiert weiter über den Linken-Chef. Bevor Ernst Spitzenpolitiker wurde, machte er in der IG Metall Karriere und profilierte sich als Freund der kleinen Leute.

Ein bayerischer Linker in der Kritik: Der Sommer 2010 wird Klaus Ernst lange in Erinnerung bleiben. Seit Wochen streitet seine Partei - und immer öfter die Öffentlichkeit - über das Einkommen und das angebliche "Luxus-Leben" des Linken. Das Wort vom "Porsche-Klaus" macht die Runde.

Etwa 13.000 Euro brutto verdient der Linken-Chef jeden Monat - und verzichtet anders als seine Co-Vorsitzende Gesine Lötzsch nicht auf einen Zuschlag von 3500 Euro aus der Partei. Hinzu kommen Vorwürfe, Ernst sei auf Kosten des Bundestags zu Gewerkschaftstreffen und Aufsichtsratssitzungen geflogen - nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Zuletzt warf der Schatzmeister der bayerischen Linken, Ulrich Voß, Ernst vor, die Mitgliederzahlen nach oben zu treiben, um die eigene Macht zu stärken.

Der 55-Jährige weist die Vorwürfe zurück - er habe in den Jahren vorher schon gut verdient und wolle sich nicht verschlechtern. Die Karriere des Klaus Ernst in Bildern.

Bild: ddp 17. August 2010, 13:282010-08-17 13:28:15 © sueddeutsche.de/mikö/gba