Es sind Vorwürfe, anklagende Worte, es klingt geradezu wie eine Generalabrechnung. „Wir glauben, dass die Grünen vor lauter vermeintlicher Sachzwängen aus dem Blick verlieren, welche Politik sie da eigentlich mittragen“, so schreiben die Vorsitzenden der Grünen Jugend, Svenja Appuhn und Katharina Stolla. Damit begründen sie den Rücktritt von ihren Ämtern, den sie am Mittwoch überraschend erklärten. Gemeinsam mit dem Rest des insgesamt zehnköpfigen Vorstands wollen sie zudem die Partei ganz verlassen. So geht es aus zwei Briefen hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen. Den einen hatte die Spitze der Grünen Jugend am Mittwochabend eilig an die Partei- und Fraktionsführung der Grünen verschickt, nachdem sich die Nachricht bereits verbreitet hatte. Den anderen veröffentlichte die Gruppe am frühen Donnerstagmorgen auf einer eigens dafür eingerichteten Website mit dem Namen „Zeit für was Neues“.
Grüne JugendRücktritt mit Knalleffekt
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Der Spitze der Grünen Jugend war der Kurs der Mutterpartei schon lange viel zu lasch. Sie will eine dezidiert linke Politik – und eine neue Jugendorganisation gründen.
