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Deutschlandtrend-Umfrage:SPD legt zu

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl kann sich die SPD in der Wählergunst verbessern. Auch in der Kanzlerfrage holt Frank-Walter Steinmeier auf.

Nach dem TV-Duell von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier kann die SPD laut ARD-Deutschlandtrend zulegen.

Frank-Walter Steinmeier holt auf: Angela Merkels Herausforderer würde in einer Kanzler-Direktwahl auf 30 Prozent der Stimmen kommen.

(Foto: Foto: dpa)

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um 3 Prozentpunkte verbessern und auf 26 Prozent kommen. Die Union bleibt nach der in den ARD-Tagesthemen veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap unverändert bei 35 Prozent. Auch dem ZDF-Politbarometer zufolge können Union und FDP mit einer knappen Regierungsmehrheit rechnen. Eine schwarz-gelbe Koalition derzeit auf 49 Prozent der Stimmen und damit auf einen höheren Anteil als das linke Lager kommen, heißt es in der Umfrage.

Die FDP erreicht 14 Prozent (unverändert), die Linke 11 Prozent (minus 1) und die Grünen kommen auf 10 Prozent (minus 2). Schwarz-Gelb hätte demnach mit 49 Prozent weiterhin einen knappen Vorsprung vor dem linken Lager, das auf 47 Prozent kommt.

Laut ZDF-Politbarometer kämen CDU und CSU wie in der Vorwoche auf 36 Prozent, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Die FDP verlor in der Umfrage einen Punkt auf 13 Prozent. Die SPD legte nach dem TV-Duell von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier zwei Punkte auf 25 Prozent zu, die Linke kam unverändert auf elf Prozent und die Grünen büßten einen Punkt auf zehn Prozent ein.

Auch in der Kanzler-Frage haben sich Merkel und Steinmeier angenähert. Wäre eine Direktwahl möglich, würde Merkel dem Deutschlandtrend zufolge auf 53 Prozent kommen im Vergleich zu 55 Prozent vor einer Woche. Steinmeier kann sich von 23 Prozent auf 30 Prozent steigern. Damit ist der Abstand zwischen ihnen von 32 auf 23 Punkte geschrumpft.

Eine mögliche Koalition aus Union und FDP würden 48 Prozent der Befragten gut finden, 50 Prozent nicht so gut. Eine Fortsetzung der großen Koalition aus Union und SPD wird von 45 Prozent befürwortet, 53 Prozent fänden dies nicht so gut. Denkbare Dreier-Bündnisse liegen weit dahinter.

Zehn Tage vor der Wahl sind noch 24 Prozent der Wähler unentschieden, wen sie am 27.September wählen werden. Damit liegt der Anteil der Unentschiedenen etwas höher als vor vier Jahren. 2005 waren es kurz vor der Wahl nur 19 Prozent.

Infratest dimap befragte vom 15. bis 17. September zur Sonntagsfrage 1000 Wahlberechtigte, bei Direktwahl und Koalitionsbewertung 1252. Die Fehlertoleranz beträgt 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte. Für das ZDF-Politbarometer interviewte die Forschungsgruppe Wahlen vom 15. bis 17. September 1352 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.