Debakel bei den UNErst ist Wadephul fröhlich, dann blickt er in den diplomatischen Abgrund

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Johann Wadephul (CDU), Außenminister, spricht nach der Niederlage bei der Wahl für die nicht ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats zu Journalisten.
Johann Wadephul (CDU), Außenminister, spricht nach der Niederlage bei der Wahl für die nicht ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats zu Journalisten. Michael Kappeler/dpa

An der deutschen Abstimmungsniederlage gegen Portugal und Österreich bei der Wahl in den Sicherheitsrat will der Außenminister nicht schuld sein. In New York muss er sich der Frage stellen: Wer dann?

Von Daniel Brössler, New York

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Wenn Johann Wadephul jetzt hinter diese Wand aus Kameras und Journalisten schauen könnte, dann würde ihm das vielleicht Trost spenden. In einer kleinen Vitrine gibt es da eine bronzene Statuette zu sehen, ein Geschenk aus Ägypten. Sie stellt Osiris dar, eine der wichtigsten altägyptischen Gottheiten und den Herrscher über das Totenreich, die Unterwelt und die Wiedergeburt. Obwohl: Für den Gedanken an Wiedergeburt ist es noch ein wenig früh. Der deutsche Außenminister hat Minuten zuvor das erlebt, was er eine „echte Enttäuschung“ und eine „herbe Niederlage“ nennt. Dabei empfindet er wohl selbst, dass diese Worte die Tiefe des Falls nicht ganz treffen. Es ist ein Debakel. Für Wadephul, für die Bundesregierung und für Deutschland.

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