Verglichen mit der US Navy ist die Deutsche Marine klein. Was könnte Deutschland überhaupt beitragen, um die Straße von Hormus freizuhalten? Eine Antwort wäre: Minenjagdboote der Marine. Das 3. Minensuchgeschwader in Kiel verfügt über zehn Boote der „Frankenthal-Klasse“ mit Heimathafen Kiel. Der Ausdruck „Jagd“ deutet auf die Hightech-Fähigkeiten hin, Seeminen aller Art aufzuspüren und unschädlich zu machen. Zwei der Schiffe sind meist aktiv bei den ständigen Minenabwehrverbänden der Nato. Die Boote sind 54 Meter lang, nur leicht bewaffnet, sie haben eine Stammbesatzung von 42 Männern und Frauen, dazu kommen Minentaucher. Zur Minensuche verwenden sie Unterwasserdrohnen (Typ Seefuchs), welche die Sprengkörper finden und zerstören, sowie „Überwasserdrohnen“: unbemannte Boote, deren elektronische Signale große Schiffe simulieren und so Minen zur Explosion bringen. Der Rumpf der Minenjagdboote ist aus nichtmagnetischem Stahl, zudem bewegen sie sich in Schleichfahrt nahezu lautlos, damit sie keine Minen auslösen, die auf akustische Impulse reagieren. Die Schiffe können auch Seeminen verlegen, etwa zur Abwehr von Angriffen vom Meer aus.
Aktuelles LexikonWas ist ein Minenjagdboot?

Speziell konstruierter und ausgerüsteter Schiffstyp der deutschen Marine für Einsätze, die auch in der Straße von Hormus möglich wären.
Von Joachim Käppner