António Costa ist so etwas wie der personifizierte Interessenausgleich zwischen den Mitgliedstaaten der EU. Das liegt einerseits an seiner Jobbeschreibung. Als Präsident des Europäischen Rates, in dem die Staats- und Regierungschefs der EU nach der reinen Lehre stets einstimmig entscheiden, muss er im Sinne der Einigkeit arbeiten. Andererseits loben die Ratsmitglieder den portugiesischen Sozialdemokraten für seine ausgleichende Art, mit der er ohne eigene Allüren nach dem Konsens strebt, also ideal zu den Aufgaben seines Amtes passt.
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Bei den geplanten EU-Reformen drängen Bundeskanzler Merz und Kommissionspräsidentin von der Leyen auf schnelle Fortschritte. Notfalls soll dafür auch mit alten Prinzipien und Partnern gebrochen werden.
Von Jan Diesteldorf, Brüssel

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