Für den General Min Aung Hlaing scheint Myanmar gerade in Ordnung zu sein. Die Parlamentswahl, die seine Militärjunta zur Selbstbestätigung an drei Terminen im Dezember und Januar abhielt, hat das bestellte Ergebnis gebracht: Die Solidaritäts- und Entwicklungspartei der Union (USDP), der politische Arm des Militärs, hat 81 Prozent der Unter- und Oberhaussitze gewonnen. Demnächst wird Min Aung Hlaing mit dieser Mehrheit wohl zum Präsidenten gewählt. Und die Staatszeitung The Global New Light of Myanmar berichtet so unkritisch, wie er es will. Am Dienstag zitierte sie zum Beispiel aus einer Ansprache, die Min Aung Hlaing in der Selbstverwaltungszone Naga hielt. Demnach sagte er, dass „alle in Einheit“ vorangehen müssten, „um den Weg der Demokratie zu beschreiten“.
SüdostasienDeutschland lehnt Anerkennung der Wahl in Myanmar ab
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Nach einer manipulierten Abstimmung hat sich die Militärjunta zur Siegerin küren lassen. Die Bundesregierung hält an Sanktionen gegen das Regime fest. Die Grünen allerdings kritisieren, dass die deutschen Hilfen für Geflüchtete aus dem Land gekürzt wurden.
Von Thomas Hahn, Delhi
