Deutschland - ein SklavenhalterstaatZwangsarbeit im Dritten Reich

Die Kriegswirtschaft der Nazis wäre ohne das Millionenheer der Zwangsarbeiter zusammengebrochen. Aus mehr als hundert Ländern wurden Menschen verschleppt und dienten als billige Arbeitskräfte - die völlig rechtlos waren.

Die Kriegswirtschaft der Nazis wäre ohne das Millionenheer der Zwangsarbeiter zusammengebrochen. Aus mehr als hundert Ländern wurden Menschen verschleppt und dienten als billige Arbeitskräfte - die völlig rechtlos waren.

Zwischen sieben und zwölf Millionen Menschen versklavten die Nationalsozialisten während ihrer Diktatur. Ohne die Verschleppten aus den überfallenen Ländern wäre die Kriegswirtschaft der Nazis zusammengebrochen. Deutschland war ein Sklavenhalterstaat.

Zwangsarbeiter dienten als Ersatz für die Arbeiter, die durch den Kriegsdienst fehlten. Für die deutschen Firmen waren sie günstiger als reguläre Arbeiter. Der Staat verdiente an dem Sklavenwesen, denn die Industrie musste Sonderabgaben für die Beschäftigung von Zwangsarbeitern zahlen.

Zurück blieb die Verzweiflung: Besonders in Osteuropa wurden bei Razzien Jagd auf Menschen gemacht. Die zum Sklavendienst Rekrutierten wurden von den Nationalsozialisten verharmlosend als "Fremdarbeiter oder sofern sie aus der Sowjetunion stammten als "Ostarbeiter" bezeichnet. Darunter waren auch Jugendliche oder Kinder, die ihre Eltern begleiten mussten.

Das Konzentrationslager in Auschwitz-Monowitz, in dem die IG-Farben-Gesellschaft das berüchtigte Gift "Zyklon-B" für die Gaskammern des Vernichtungslagers herstellte. Hier wurden mindestens 30.000 Zwangsarbeiter getötet.

Wie in der gesamten deutschen Kriegswirtschaft schufteten in sämtlichen IG-Farben-Werken mehrere hunderttausend Zwangsarbeiter aus den verschiedenen Regionen Europas.

Foto: dpa

5. Juni 2008, 17:202008-06-05 17:20:00 ©