Der Bush-Clan Eine schrecklich mächtige Familie

Sie sind die wohl berühmteste politische Dynastie seit den Kennedys: Im kommenden Jahr will der Bush-Clan zum dritten Mal das Weiße Haus erobern.

Den Anfang machte Prescott Bush. Als US-Senator von Connecticut ebnete er seiner Familie den Weg in die Politik.

Sein Sohn George, heute 91, hatte da höhere Ambitionen: Einst begann er 1962 als Vorsitzender der Republikanischen Partei in Harris County, einem kleinen Bezirk südöstlich von Texas. In den 1970er-Jahren unter Präsident Nixon wurde er US-Botschafter für die Vereinten Nationen. Nachfolger Ford machte ihn zum diplomatischen Vertreter Amerikas in China und Direktor der Central Intelligence Agency, dem US-Auslandsgeheimdienst CIA.

Als Vizepräsident unter Ronald Reagan brachte sich Bush zwischen 1981 und 1989 in Position für das höchste politische Amt - mit Erfolg: Bush wurde 41. Präsident der Vereinigten Staaten und kündigte an, dass es unter ihm keine Steuererhöhungen geben werde ("Read my lips, no new taxes"). Doch der Rückgang des Wirtschaftswachstums und eine demokratische Mehrheit im Kongress zwangen ihn zu Kompromissen. Bush konnte sein Versprechen nicht halten. Auch deswegen verlor er 1993 sein Amt. Lange dauerte es nicht...

Bild: REUTERS 15. Juni 2015, 22:222015-06-15 22:22:28 © SZ.de/flogo/anri