Demonstrationen - Schwerin:Protestaktionen für Klima von Fridays For Future auch in MV

Lesezeit: 1 min

Demonstrationen - Schwerin: Auf einer Fläche ist der Schriftzug "23.09. Globaler Klimastreik" zu lesen. Foto: Julian Weber/dpa/Archiv
Auf einer Fläche ist der Schriftzug "23.09. Globaler Klimastreik" zu lesen. Foto: Julian Weber/dpa/Archiv (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Schwerin/Berlin (dpa/mv) - Dem Aufruf der Bewegung Fridays For Future zu einem weltweiten "Klimastreik" sind am Freitag auch in Mecklenburg-Vorpommern laut Polizei mehr als 1300 Menschen gefolgt. Den Angaben zufolge gab es die größten Demonstrationen in Rostock mit etwa 580 und in Greifswald mit etwa 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Vielfach schlossen sich den zumeist jungen Demonstranten auch Rentner und Familien an.

In Schwerin protestierten am frühen Nachmittag mehr als 200 Teilnehmer gegen die weitere Nutzung von Kohle zur Energiegewinnung und forderten eine konsequente Wende hin zu erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind. Noch sei es nicht zu spät, der rasch voranschreitenden Erderwärmung entgegenzutreten. Doch müsse der Hebel nun endlich entschlossen umgelegt werden, betonte die Mitorganisatorin der Schweriner Protestaktion, Liv Nachtigall.

Ähnliche Aktionen gab es nach Polizeiangaben am Freitag im Nordosten unter anderem auch in Wismar, Stralsund, Waren und Neustrelitz. Deutschlandweit waren Proteste in mehr als 270 Städten geplant. Unterstützt wurde der Demonstrationsaufruf von vielen Natur- und Umweltschutzverbänden. Es war der elfte Aufruf der Bewegung Fridays For Future seit ihrer Gründung im Jahr 2018 zu einem globalen Protesttag.

"Die Klimakrise ist vor unserer Haustür angekommen", sagte Liv Nachtigall und machte für die Entwicklungen auch die Regierungen von Land und Bund verantwortlich. "Anstatt die Energiewende voranzutreiben, hat man lieber Putin Honig um den Mund geschmiert", sagte sie unter Anspielung auf den umstrittenen Bau der Ostsee-Gasleitungen Nord Stream 1 und 2. Inzwischen würden sich mehrere Krisen überlagern, der Handlungsdruck habe damit weiter zugenommen. "Die Zeit der Ausreden ist vorbei", rief Nachtigall unter dem Applaus der Demonstrationsteilnehmer. Sie untermauerte die Forderung der Bewegung nach einem staatlichen Sondervermögen von 100 Milliarden Euro, um damit die Energiewende zu beschleunigen und deutschlandweit einen kostengünstigen öffentlichen Nahverkehr umzusetzen.

Entschieden verwahrte sich Nachtigall gegen die Unterwanderung der Protestaktion durch, wie sie sagte, Schwurbler. Mehrere Männer hatten kurzzeitig ein Banner entrollt, auf dem die Umweltpolitik der Grünen kritisiert wurde.

© dpa-infocom, dpa:220923-99-873910/4

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB