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Demonstrationen - Leipzig:Polizei rechnet mit hoher Beteiligung: Indymedia-Demo

Demonstrationen
Torsten Schultze, Polizeipräsident von Leipzig, steht auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei. Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Leipzig (dpa) - Die Polizei rechnet an diesem Samstag mit mehr als den 500 angemeldeten Teilnehmern bei der Indymedia-Demonstration in Leipzig. Für den Aufzug sei bundesweit mobilisiert worden, sagte Polizeipräsident Torsten Schultze am Freitag. Linke Gruppierungen haben ebenso dazu aufgerufen wie Netzaktivisten. Anlass der Demo ist eine Verhandlung am Bundesverwaltungsgericht am Mittwoch. Dort steht das Verbot der Plattform "Linksunten.Indymedia" durch das Bundesinnenministerium auf dem Prüfstand.

Laut Schultze setzt die Polizei bei der Demonstration in erster Linie auf Deeskalation. "Wir gehen als Polizeidirektion von einer Friedlichkeit der Versammlung aus", sagte er. Die Polizei werde mit mehreren Hundertschaften und Unterstützung aus Bayern, Brandenburg, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und der Bundespolizei im Einsatz sein. Ein Hubschrauber werde kreisen, Wasserwerfer postiert. Entlang der Demo-Route werde zudem ein Kontrollbereich eingerichtet. "Wenn man sich hier in die Nähe begibt, sollte man sich nicht wundern, dass Kontrollen stattfinden", sagte Schultze.

Die Demonstration steht nach der Eskalation in der Silvesternacht im Leipziger Stadtteil Connewitz besonders im Fokus. Dabei waren mehrere Polizisten angegriffen worden, mutmaßlich von Linksextremisten. Allerdings geriet danach auch die Polizei in die Kritik, unter anderem wegen ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Inzwischen hat sie den Pressesprecher ausgetauscht.

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