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Demonstrationen - Frankfurt am Main:Aktivisten bilden Menschenkette: Polizei schreitet ein

Corona
Demonstrantinnen stehen bei einem Protest des Netzwerks „Seebrücke“ mit Abstand am Mainufer. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (Foto: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Bei einer Aktion für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland am Frankfurter Mainufer hat die Polizei am Sonntag eingegriffen. Rund 250 bis 300 Teilnehmer hätten am nördlichen Ufer nahe des Eisernen Stegs einen Menschenkette gebildet, berichtete ein Polizeisprecher. Es sei darauf hingewiesen worden, dass die Einhaltung des in der Corona-Krise vorgeschriebenen Mindestabstands bei solchen Veranstaltungen nicht kontrollierbar sei.

Nachdem Platzverweise ignoriert worden seien, seien Personalien von Teilnehmern festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Dafür seien Teilnehmer von Polizisten über die Straße geleitet worden. Eine Sprecherin der Initiative "Seebrücke" sagte, bei der Menschenkette sei der gebotene Abstand eingehalten worden. Auf dem Boden seien extra Markierungen angebracht gewesen, es habe sich auch jeder daran gehalten, dennoch sei die Polizei eingeschritten. Viele Teilnehmer hätten zudem Mundschutz getragen.

Die Menschenkette war Teil des bundesweiten Aktionstages unter dem Motto "LeaveNoOneBehind". In Berlin löste die Polizei eine im Zusammenhang damit stehende, nicht genehmigte Versammlung am Brandenburger Tor auf, dort war von rund 10 000 Teilnehmern die Rede.

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