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Demonstrationen - Eisenach:Bis zu 120 Teilnehmer bei Kundgebung gegen sexuelle Gewalt

Demonstrationen
Ein Teilnehmer der NPD-Demonstration zeigt der Kundgebung gegen sexuelle Gewalt den Mittelfinger. Foto: Michael Reichel/dpa (Foto: dpa)

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Eisenach (dpa/th) - Eine feministische Kundgebung gegen sexuelle Gewalt hat am Samstag viele Menschen auf den Marktplatz nach Eisenach gezogen. In den Redebeiträgen sei es etwa um Gewalt gegen Frauen gegangen, sagte ein Sprecher der Anmeldergruppe nach der Kundgebung. Die Teilnehmer waren auch mit Plakaten vor Ort. Zu lesen waren Aussagen wie "Sexuelle Gewalt hat keine Nationalität".

Hintergrund der Demonstration ist eine mutmaßliche Vergewaltigung einer 19-Jährigen vor wenigen Tagen in Eisenach. Im Zusammenhang damit sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Meiningen inzwischen Haftbefehle gegen drei Männer erlassen worden. Die Beschuldigten sollen afghanische Staatsangehörige sein.

Den Vorfall hatte ein Stadtratsmitglied der rechtsextremen Kleinstpartei NPD als Anlass genommen, einen Aufzug für Samstag anzumelden. Nach Angaben der Polizei zogen dabei etwa 150 bis 200 Menschen durch die Stadt.

Bei der Kundgebung der Gruppe gegen Rechtsextremismus seien es 100 bis 120 gewesen. Beide Veranstaltungen seien ersten Einschätzungen nach friedlich und störungsfrei verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

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