„Wo ist die Wut?“, fragt eine Demonstrantin auf ihrem Plakat, aber die Antwort ist an diesem Sonntag relativ klar: Sie ist definitiv da, im warmen Licht der untergehenden Sonne vor dem Brandenburger Tor. „Ich bin nicht grundlos hier, ich bin sehr wütend“, steht auf einem Plakat, das eine Frau durch die Demo trägt. „Wut steht uns gut“, steht auf einem anderen, und auch auf der Bühne ist das W-Wörtchen wohl jenes, das am häufigsten fällt.
Fall Collien FernandesTausende setzen in Berlin ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt
Lesezeit: 3 Min.

Deutlich mehr Teilnehmende als erwartet versammeln sich vor dem Brandenburger Tor, um sich mit Collien Fernandes zu solidarisieren und gegen sexualisierte Gewalt zu protestieren. Sie kritisieren politische Untätigkeit und richten harte Kritik an die Männer im Land.
Von Meredith Haaf, Berlin
