US-RepräsentantenhausJustizausschuss leitet Untersuchung gegen Trump ein

Im Fokus neuer Ermittlungen: US-Präsident Donald Trump
Im Fokus neuer Ermittlungen: US-Präsident Donald Trump AP
  • Der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses hat eine umfassende Untersuchung gegen Präsident Trump eingeleitet.
  • Dabei soll Verdachtsmomenten wegen Justizbehinderung, Korruption und Amtsmissbrauchs nachgegangen werden.
  • Im Rahmen der Untersuchung fordert das Gremium Dokumente von 81 Organisationen und Einzelpersonen an.

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben eine umfangreiche Untersuchung zu US-Präsident Donald Trump und seinem Umfeld begonnen. Der Justizausschuss der Kammer forderte etliche Dokumente vom Weißen Haus und Dutzenden Personen aus Trumps Umfeld an. Darunter ist auch sein Sohn Donald Trump Junior.

Mit ihrer neu gewonnenen Mehrheit im Repräsentantenhaus - einer der beiden Kongresskammern - haben die Demokraten diverse Untersuchungen angeschoben. Der Vorsitzende des Justizausschusses, Jerry Nadler, kündigte an, dass sein Gremium Unterlagen von 81 Personen aus Trumps Umfeld anfordern werde. Es gehe um Vorwürfe der Korruption, des Machtmissbrauchs und der Behinderung der Justiz, sagte Nadler dem Fernsehsender ABC.

Der Ausschuss verlangt unter anderem von Donald Trump Junior, dass er Dokumente im Zusammenhang mit der Entlassung des FBI-Chefs James Comey durch den Präsidenten im Mai 2017 bereitstellt.

Auch die Liste der Forderungen an das Weiße Haus ist umfangreich: Die Regierungszentrale soll nach dem Willen der Demokraten unter anderem Dokumente herausgeben, die sich um mögliche Begnadigungen durch den Präsidenten drehen könnten. Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders erklärte, der Rechtsbeistand des Weißen Hauses werde den Brief durchgehen und zu einer "angemessenen Zeit" darauf antworten.

Wie der Sender CNN berichtet, könnte die neue Untersuchung das Fundament für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten legen. Aktuell sind die Demokraten jedoch noch uneins, ob derzeit der richtige Zeitpunkt für ein solches Verfahren ist. Während die Basis darauf drängt, tritt die Parteispitze auf die Bremse. Sie befürchtet, der Vorgang könnte Trumps Anhänger vor den Wahlen 2020 zu stark mobilisieren.

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