Demokraten Senatorin Gillibrand kündigt Bewerbung um US-Präsidentschaft an

Präsidentschaftsbewerbung im TV: Bei Stephen Colbert verkündete die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand ihre Kandidatur für die Wahl 2020. Bevor sie Trump besiegen kann, muss sie sich allerdings intern bei den Demokraten durchsetzen.

(Foto: REUTERS)
  • Die 53-Jährige reiht sich damit in das demokratische Bewerberfeld für die US-Wahl 2020 ein. Zuvor hatte unter anderem die linke Senatorin Elizabeth Warren ihren Hut in den Ring geworfen.
  • Auf demokratischer Seite wird mit bis zu zwölf Kandidaten gerechnet - aus diesem Kreis muss dann in einem landesweiten Vorwahlprozess der Kandidat der Partei und Gegner von Donald Trump herausgefiltert werden.
  • In Umfragen liegen bei den Demokraten derzeit der frühere Vizepräsident Joe Biden und Senator Bernie Sanders vorne. Beide haben ihre Bewerbung aber noch nicht verkündet.

Die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand ist die nächste Bewerberin der Demokraten, die im kommenden Jahr gegen Donald Trump antreten und Präsidentin der Vereinigten Staaten werden will. "Ich weiß, dass ich das Mitgefühl, den Mut und die furchtlose Entschlossenheit habe, um Erfolg zu haben." Die 52-Jährige gab am Dienstag in der Fernsehshow des prominenten Showmasters Stephen Colbert bekannt, dass sie ein Bewerbungskomitee gegründet habe. "Es ist ein wichtiger erster Schritt." Sie wolle kandidieren, "weil ich als junge Mutter genauso hart für die Kinder anderer kämpfen will, wie für meine eigenen", sagte sie in der Late Show with Stephen Colbert.

Gillibrand, die zwei Söhne im Alter von zehn und 15 Jahren hat, übernahm 2009 den New Yorker Senatorensitz von Hillary Clinton, die damals zur Außenministerin aufstieg. 2018 wurde Gillibrand wiedergewählt. Damals versprach sie im Wahlkampf, im Falle einer Wiederwahl ihre sechsjährige Amtszeit zu Ende zu bringen.

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Wer kann Donald Trump schlagen? Das müssen die US-Demokraten bis spätestens Mitte kommenden Jahres klären. Jetzt haben zwei Anwärter aus der hinteren Reihe ihre Ambitionen unterstrichen, darunter einer von Obamas früheren Ministern.

Gillibrand - eine scharfe Kritikerin des amtierenden Präsidenten - will in dieser Woche nach Iowa reisen, wo die Vorwahlen 2020 beginnen. Sie tritt gegen ein vermutlich großes Feld demokratischer Bewerber an, aus dem dann der Kandidat der Partei in einem landesweiten Vorwahlprozess herausgefiltert werden muss. In der Diskussion sind mehr als zwölf Kandidaten. In Umfragen liegen bei den Demokraten derzeit weiterhin der frühere Vizepräsident Joe Biden und der 2016 nur knapp Hillary Clinton unterlegene Senator Bernie Sanders vorn. Beide haben eine etwaige Bewerbung aber noch nicht verkündet.

Als Präsidentin will Gillibrand gegen "Korruption und Gier" vorgehen

Bisher haben offiziell die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (Hawaii), der frühere Arbeitsminister Julian Castro und die Senatorin Elizabeth Warren ihren Hut in den Ring geworfen. Warren hat wie Gillibrand zunächst ein Bewerbungskomitee gegründet.

Gillibrand gilt als Politikerin, die sich besonders für die Rechte von Frauen einsetzt. In der Colbert-Show gab sie an, sich als Präsidentin für eine bessere Gesundheitsversorgung für Familien, bessere öffentliche Schulen und einen besseren Zugang zu Bildung einsetzen zu wollen. Außerdem wolle sie gegen "Korruption und Gier" vorgehen.

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