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Debatte in den USA:Hillary Clinton spricht sich für Homoehe aus

Mit klaren Worten spricht sich Hillary Clinton in einem Internet-Interview dafür aus, dass gleichgeschlechtliche Ehen überall in den USA erlaubt werden. Ein wichtiges Gesetz gegen die Homo-Ehe wurde erst 1996 erlassen - ausgerechnet von Clintons Ehemann Bill.

Barack Obama hat es schon getan, sogar Clint Eastwood hat bereits positiv Stellung bezogen: Nun spricht sich auch die Demokratin und ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton dafür aus, dass Homosexuelle künftig überall in den USA heiraten dürfen.

In dem sechsminütigen Video der Human Rights Campaign, der größen unabhängigen US-Organisation für die Rechte von Homosexuellen, sagt sie, dass "LGBT (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle) Amerikaner unsere Kollegen, unsere Lehrer, unsere Soldaten, unsere Freunde" seien. "Sie sind gleichberechtige Bürger und verdienen die gleichen Bürgerrechte. Inklusive der Ehe."

Auch Clintons Ehemann und früherer US-Präsident Bill Clinton macht sich für die Abschaffung eines Gesetzes gegen die Homo-Ehe stark, das einst in seiner Amtszeit erlassen wurde. In einem Beitrag in der Washington Post erklärte Bill Clinton, er hätte das Gesetz zur Verteidigung der Ehe (DOMA) 1996 nicht in Kraft setzen sollen. Dort wird die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben. Nur heterosexuelle Ehepartner können demnach Vorteile in Bereichen wie Steuern, Erbschaft und Krankenversicherung in Anspruch nehmen.

Das Ehepaar Clinton ist nun der Meinung, das Gesetz sei "diskriminierend" und müsse gekippt werden. Der Oberste Gerichtshof der USA befasst sich am 26. und 27. März mit der Rechtmäßigkeit der Homo-Ehe. Neben dem DOMA, das die Homo-Ehe auf Bundesebene untersagt, entscheiden die Obersten Richter dabei auch über ein per Volksentscheid erlassenes Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen im Bundesstaat Kalifornien. Ein Urteil wird im Frühsommer erwartet.

Die Rechte von Homosexuellen gehören zu den heikelsten gesellschaftlichen Themen in den USA. Die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare ist in neun US-Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington zulässig, in 31 Bundesstaaten ist sie verboten. In den übrigen Bundesstaaten gibt es keine ausdrückliche gesetzliche Festlegung.

© Süddeutsche.de/AFP/mike/sana
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