Alexander De Croo sitzt in einer Baustelle. Im Besprechungsraum seines Berliner Hotels werden gerade die Türen getauscht, aber der frühere belgische Ministerpräsident lässt sich davon nicht irritieren. Seine Baustellen sind schließlich viel größer: Seit drei Wochen ist er Chef von UNDP, dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen. Und das in einer Zeit, in der eine humanitäre Krise die andere jagt, während Staaten ihre Entwicklungsbudgets kürzen. Seinen Optimismus will sich De Croo trotzdem nicht nehmen lassen.
UN-Entwicklungsprogramm„Krieg ist immer Entwicklung rückwärts“
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Belgiens Ex-Premier Alexander De Croo beginnt den Job als oberster Entwicklungshelfer der Vereinten Nationen in Zeiten massiver Umbrüche. Für Deutschland liege darin eine Chance, findet er.
Interview von Michael Bauchmüller und Sina-Maria Schweikle, Berlin
