Invasion in der Normandie:Seine größte Tat am D-Day? Er hat überlebt

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Veteran Charles Norman Shay, hier im Alter von 97 Jahren, hat seit 2007 keine Gedenkveranstaltung mehr ausgelassen. (Foto: Jeremias Gonzalez/Associated PR/Picture Alliance)

Charles Norman Shay, 99, hat lange versucht, die Dämonen zu vertreiben. Inzwischen hat er seinen Weg gefunden, Frieden zu schließen mit dem Grauen am Omaha Beach: Er redet darüber, immer und immer wieder.

Von Oliver Meiler

Charles Norman Shay hat viele Jahre lang versucht zu vergessen, die Dämonen zu vertreiben, den Lärm der Schüsse und Explosionen in seinem Gedächtnis stumm zu schalten. „Aber“, sagt er heute, „das ging natürlich nicht.“ Shay ist jetzt 99 Jahre alt, in einigen Wochen wird er 100. Und er ist wahrscheinlich der letzte Native American unter den Veteranen der Landung in der Normandie, die sich dieses Jahr zum 80. Mal gejährt hat. Einer der Helden des sogenannten D-Day im Zweiten Weltkrieg, des 6. Juni 1944. Ein Held? „Meine einzige Großtat“, sagt Shay jeweils, wenn ihn die Medien fragen, „ist die, dass ich überlebt habe. Ich habe nur meinen Job gemacht.“

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