Es waren zwei Kollegen von Thomas Mücke, die mit Abdul B. gesprochen haben, ein paar Tage, bevor er auf dem Berliner Christopher Street Day eine Frau tötete und 29 Menschen verletzte. B. sei „höflich“ gewesen, „freundlich und zurückhaltend“, sagt Mücke am Telefon, er leitet das Violence Prevention Network (VPN), eine Nichtregierungsorganisation (NGO) für Extremismusprävention und Deradikalisierung. Die Aussagen B.s seien „kontrolliert“ gewesen, sagt Mücke, „sie wirkten angepasst. Der war nicht anfassbar“. Über seine islamistische Ideologie habe er nicht geredet.
TerrorWenn einer zu spät zu ihnen kommt
Lesezeit: 3 Min.

Thomas Mücke leitet das Netzwerk, bei dem der CSD-Attentäter an einem Deradikalisierungsprogramm teilnehmen sollte.
Florian von PloetzThomas Mücke leitet das Violence Prevention Network, in dem der Attentäter vom Berliner CSD ein Deradikalisierungsprogramm besuchen sollte. Zwei Gespräche hatte Abdul B., dann beging er den Anschlag.
Von Tobias Bug
