Rechtsextremismus und KircheWo Nächstenliebe zum Feindbild wird

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Sichtbares Ziel symbolischer Gewalt: Im brandenburgischen Spremberg flog ein Brandsatz gegen den Turm der Michaelkirche, an dem eine Regenbogenflagge hing.
Sichtbares Ziel symbolischer Gewalt: Im brandenburgischen Spremberg flog ein Brandsatz gegen den Turm der Michaelkirche, an dem eine Regenbogenflagge hing. Annett Igel-Allzeit/Lausitzer Rundschau

Hakenkreuze am Gotteshaus, Aggressionen gegen Geistliche: Rechtsextremisten nehmen neben Synagogen und Moscheen auch christliche Kirchen ins Visier. Die AfD steuert populistische Botschaften bei.

Von Meredith Haaf und Annette Zoch, Berlin

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„Piss dich nach Berlin“ stand auf dem Sticker, den Unbekannte an die Wohnungstür eines Pfarrers in Cottbus klebten, während sie laut Polizei in seinem Hausflur randalierten und gegen die Tür traten. Der Slogan ist vor allem im Süden Brandenburgs eine Art Leitspruch des rechtsextremen Mobbings: Wer sich zu oft öffentlich kritisch gegenüber der AfD äußert oder sich zu laut für die Rechte Geflüchteter oder queerer Menschen einsetzt, muss damit rechnen, damit bedacht zu werden. Womit aber auch in Cottbus – seit Jahrzehnten Hotspot des Rechtsradikalismus – Kirchenvertreter eher nicht rechnen, sind mutmaßlich gewaltbereite Hausbesuchern.

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