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USA und Corona:Ungerührt in der Tragödie

U.S. President Trump and first lady return to Washington after travel to the Kennedy Space Center in Florida at Joint Base Andrews in Maryland

Präsident Trump auf dem Rückweg nach Washington.

(Foto: REUTERS)

Das Virus ist über Amerika hereingebrochen wie ein Sturm: Mehr als 100 000 Amerikaner sind inzwischen gestorben. Doch Präsident Trump lässt seine Landsleute in ihrer Trauer allein.

Donald Trump mag Zahlen, jedenfalls wenn er mit ihnen angeben kann. Für den US-Präsidenten sind Zahlen der Maßstab seines Erfolgs: seine Milliarden, die Einschaltquoten bei seinen Fernsehauftritten, die Anzahl der Punkte, um die der Dow-Jones-Aktienindex seit seinem Amtsantritt gestiegen ist. Kaum etwas hat Trump je so geärgert wie die Fotos von der National Mall in Washington am 20. Januar 2017, auf denen die ganze Welt sehen konnte, dass zu seiner Vereidigung weniger Besucher gekommen waren als zu der Barack Obamas. Der gekränkte Präsident ließ daraufhin im Weißen Haus eine Landkarte aufhängen, die zeigt, dass er bei der Wahl 2016 genau 304 Stimmen im Electoral College gewonnen hat und die Demokratin Hillary Clinton nur 227.

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