Süddeutsche Zeitung

Corona-Pandemie in den USA:New York droht der Kollaps

Die amerikanische Millionenmetropole New York ist zum Epizentrum der Corona-Pandemie in den USA geworden. Bilder aus einer Stadt, die mit dem Schlimmsten rechnet.

New York an der Ostküste der Vereinigten Staaten hat sich zum Zentrum der Pandemie in dem Land entwickelt. Lokalen Medien zufolge kommen die Kliniken in den kommenden Tagen punktuell erstmals an ihre Kapazitätsgrenzen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der Toten durch die Virusinfektion US-weit bei mehr als 1300. New York City im gleichnamigen US-Bundesstaat ist mit über acht Millionen Einwohnern die größte US-amerikanische Stadt und eines der kulturellen und wirtschaftlichen Zentren des Landes. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadway-Shows sind geschlossen. Alle Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben, "nicht-lebenswichtige" Einrichtungen und Firmen sind geschlossen.

Das Jacob K. Javits Convention Center soll zu einem provisorischen Krankenhaus umgebaut werden. 1000 Patienten sollen von Montag an hier behandelt werden. US-Soldaten sind bereits vor Ort, um beim Umbau zu helfen, und lauschen hier einer Rede von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo.

Weil die U-Bahnen in New York jetzt seltener fahren, sind sie umso voller. Meistens gelingt es nicht, den nötigen Abstand einzuhalten, den es hier eine Frau hinbekommt.

Der Höhepunkt der Pandemie wird in New York erst in rund drei Wochen erwartet. Noch sind viele Menschen auch draußen unterwegs. Die Park Avenue ist aktuell für den Autoverkehr gesperrt. Stattdessen laufen jetzt Menschen auf der Straße.

Ein Polizist in New York trägt einen Mundschutz, während er einen Teil der Bushwick Avenue im Stadtteil Brooklyn für den Verkehr schließt, um die um sich greifenden Covid-19-Infektionen einzudämmen.

Eine Frau mit Mundschutz sitzt auf dem Bordstein vor dem Elmhurst Hospital Center im Stadtteil Queens, während sie darauf wartet, auf das Coronavirus getestet zu werden.

Gouverneur Andrew Cuomo kündigte an, weitere Krankenhäuser errichten zu wollen, um den befürchteten Ansturm in New York auffangen zu können. Er bekräftigte einmal mehr, dass der Staat trotz aller Maßnahmen nicht ausreichend vorbereitet sei. Es fehle vor allem an Beatmungsgeräten, von denen insgesamt 30 000 Stück gebraucht würden.

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