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Coronavirus:Plötzlich ist Italien Vorbild

Italienischer Ministerpräsident Conte in Rom

Der italienische Ministerpräsident Conte begrüßt beim Spaziergang durch Rom eine Bürgerin.

(Foto: dpa)

Italien hat die Pandemie derzeit vergleichsweise gut unter Kontrolle. Der Schock von vor sechs Monaten sitzt noch tief - und hat verändert, wie die Menschen nun mit den Infektionsrisiken umgehen.

Von Oliver Meiler, Rom

Plötzlich steht Italien nun als Modell da, als Vorbild für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie. Und diese Wendung war nun wirklich nicht absehbar gewesen. Während etwa Spanien, Frankreich und Großbritannien mit einer zweiten Welle kämpfen, bleibt die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Italien in diesem Spätsommer unter Kontrolle. Die Kurve stieg auch wieder etwas an, aber bisher nicht exponentiell. Im Durchschnitt zählt man pro Tag etwa 1500 neue Fälle, bei rund 100 000 ausgewerteten Tests. Italien testet nun viel mehr als im Frühjahr. Die Quote der positiv Getesteten liegt also bei weniger als zwei Prozent. Die Zahl der täglichen Todesfälle schwankt zwischen zehn und zwanzig. In den Intensivstationen liegen gerade 244 Menschen mit Covid-19. Jeden Tag kommen einige weitere hinzu, doch das Gesundheitssystem hält.

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