Festnahmen in Rheinland-Pfalz:Betrug mit falschen Anti-Corona-Masken

Atemschutzmaske

Seit April sollen zwei Männer aus Rheinland-Pfalz einfache Mund-Nasenschutz-Masken als höhenwertige FFP2-Masken angeboten und verkauft haben

(Foto: dpa)

Zwei Männer aus Rheinland-Pfalz sollen im großen Stil mangelhafte Atemschutzmasken mit gefälschten Zertifikaten verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt.

Von Florian Flade und Lena Kampf

Es soll um Atemschutzmasken gehen, die gerade medizinisches Personal im Kampf gegen die Corona-Pandemie dringend benötigt. In großem Stil sollen zwei Männer aus Rheinland-Pfalz solche FFP2-Schutzmasken verkauft haben. Allerdings mit gefälschten Zertifikaten. Die Masken sollen nicht den vorgegebenen Richtlinien entsprechen - und somit kaum wirksamen Schutz bieten.

Nach Informationen von WDR, NDR und SZ ermittelt deshalb nun die Staatsanwaltschaft Koblenz. Auf Anfrage bestätigte die Behörde, ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges gegen einen 23-Jährigen und einen 49-Jährigen zu führen. Die Männer wurden am 6. Mai festgenommen und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

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Seit April sollen sie einfache Mund-Nasenschutz-Masken als höherwertige FFP2-Masken angeboten und verkauft haben. Außerdem sollen sie Echtheitszertifikate gefälscht haben. Die Masken sollen unter anderem an einen Discounter in Koblenz geliefert worden sein. Aber auch andere Käufer - darunter Krankenhäuser und Pflegeheime - gab es wohl.

Bei Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sollen insgesamt 11 000 Atemschutzmasken sichergestellt worden sein. Des Weiteren sollen 1,5 Millionen Euro eingefroren worden sein. Die Ermittlungen dauern noch an, unter anderem müssen noch umfangreiche Datenträger und anderes schriftliches Beweismaterial ausgewertet werden.

© SZ.de/fie
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