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Corona weltweit:Ungarn lockert Corona-Maßnahmen

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Mittlerweile haben fünf Millionen Menschen in Ungarn eine Corona-Erstimpfung erhalten. Kalifornien will die Corona-Beschränkungen Mitte Juni aufheben. Dann könnten Geschäfte und Restaurants wieder in voller Kapazität arbeiten, auch Abstandsregeln sollen entfallen.

Ungarn hat am Samstag bei den Erstimpfungen die Fünf-Millionen-Marke überschritten. In dem Land leben etwa 9,8 Millionen Menschen. Nun werden die Corona-Maßnahmen gelockert. Die Maskenpflicht unter freiem Himmel und die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden abgeschafft. Ein Mund-Nasen-Schutz muss nur noch in geschlossenen öffentlichen Räumen wie Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden.

Touristische Reisen nach Ungarn sind allerdings generell noch nicht möglich - außer für Menschen, die in einem Land geimpft wurden, dessen Impfnachweise Ungarn anerkennt. Derzeit sind das Rumänien, Serbien, Montenegro, Kroatien, Slowenien, die Türkei und Bahrain. Ein Deutscher, der in einem dieser Länder geimpft wurde, kann als Tourist nach Ungarn einreisen.

Ungarns rechtsnationale Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orbán macht Lockerungen von Corona-Maßnahmen nicht von der Inzidenz des Virus abhängig, sondern nur vom Impfgeschehen. Verimpft werden nicht nur die von der EU zugelassenen Vakzine, sondern auch Impfstoffe aus Russland und China. Die 14-Tage-Inzidenz der Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner betrug in Ungarn zuletzt 148,03 und lag damit EU-weit im mittleren Bereich. Allerdings war die Covid-19-Sterberate mit 133,58 pro 100 000 Einwohner binnen zwei Wochen die höchste in der EU.

Kalifornien will Corona-Beschränkungen Mitte Juni aufheben

Kalifornien will Mitte Juni fast alle Corona-Beschränkungen aufheben. Vom 15. Juni an könnten Geschäfte, Restaurants und andere Unternehmen wieder in voller Kapazität arbeiten, Abstandsregeln sollen dann entfallen, teilte die Gesundheitsbehörde des US-Westküstenstaates am Freitag mit. Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, muss auch keine Maske mehr tragen.

Auflagen gelten allerdings noch für Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Menschen in geschlossenen Räumen. Die Anwesenden müssen entweder vollständig geimpft sein oder einen negativen Test vorweisen. In Kalifornien können sich alle Bürger ab zwölf Jahren impfen lassen. Nach Behördenangaben sind bereits mehr als 35 Millionen Impfdosen verabreicht worden.

Mit knapp 40 Millionen Einwohnern ist Kalifornien der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie mehr als 3,6 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Nach Angaben des Gouverneursbüros sind mehr als 61 000 Menschen gestorben. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat besser da als viele andere US-Bundesstaaten. (22.05.2021)

Biden: USA geben Südkorea Impfstoff für Hunderttausende Soldaten

Die USA werden der Regierung in Seoul Corona-Impfstoff für das südkoreanische Militär zur Verfügung stellen. Dabei gehe es um rund 550 000 Soldaten, sagte US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae In. Dies sei auch im Interesse der US-Streitkräfte, die in Südkorea stationiert seien, sagte Biden. Er und Moon nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zu der Initiative, auch keinen angepeilten Zeitplan. Die USA haben in Südkorea Tausende Soldaten stationiert.

Die US-Regierung rechnet damit, bereits Ende Mai genügend Impfstoff für alle rund 330 Millionen Menschen im Land zu haben. Rund 60 Prozent der Erwachsenen haben bereits eine Impfdosis erhalten, knapp 50 Prozent sind bereits vollständig geimpft. Der Datenbank Our World in Data zufolge haben in Sükorea erst gut sieben Prozent der rund 52 Millionen Einwohner mindestens eine Impfung erhalten. (22.05.2021)

Mehr als eine Million Corona-Tote in Lateinamerika

In Lateinamarika und in der Karibik sind bislang mehr als eine Million Menschen an dem Coronavirus gestorben, wie eine Auswertung von offiziellen Behördenangaben durch die Nachrichtenagentur Reuters zeigt. Die meisten Todesfälle ereigneten sich demnach in Brasilien. Dort kamen im Zuge der Pandemie über 446 000 Personen ums Leben. (22.05.2021)

WHO: Todeszahlen zwei- bis dreimal höher als bekannt

Die Corona-Pandemie hat nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens zwei- bis dreimal so viele Leben gekostet, wie offiziell gemeldet. Bisher wurden weltweit etwa 3,4 Millionen Todesfälle an die WHO übermittelt. Zusätzlich gebe es viele nicht registrierte Tote sowie Menschen, die an indirekten Folgen der Pandemie gestorben seien, sagten Experten der UN-Behörde in Genf.

Die WHO veröffentlichte auch ihre erste Schätzung der Übersterblichkeit für das Jahr 2020, die der Pandemie zugerechnet werden kann. Demnach starben drei Millionen Menschen - 1,2 Millionen mehr, als die offizielle Statistik verzeichnet. Die Schätzung enthält auch diejenigen, die wegen der Überlastung der Gesundheitssysteme, wegen sozioökonomischer Folgen der Corona-Krise oder wegen psychischer Probleme im Zusammenhang mit der Pandemie verstarben. (21.05.2021)

EU will 100 Millionen Corona-Impfdosen spenden

Die EU will dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen spenden. Dies kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim Welt-Gesundheitsgipfel in Rom an.

Noch im März hatte sich von der Leyen gegen Impfstoff-Spenden an das Programm ausgesprochen. Der Druck aus den EU-Ländern, selbst erst genug Impfstoff haben zu wollen, sei zu groß. Deswegen unterstütze die EU die Initiative vorerst nur finanziell, hieß es damals. "Einen zusätzlichen Mechanismus der EU, mit dem wir als Union Impfstoff mit anderen Ländern teilen, werden wir aber erst starten, wenn wir eine bessere Produktionslage in der EU haben", sagte von der Leyen vor zwei Monaten.

Bei dem Gesundheitsgipfel kündigten Biontech und Pfizer zudem an, noch in diesem Jahr eine Milliarde Dosen ihres Corona-Impfstoffs in ärmere Länder zu liefern. Eine weitere Milliarde Dosen sollen im kommenden Jahr folgen, wie Pfizer-Chef Albert Bourla sagte. (21.05.2021)

Großbritannien und WHO wollen Pandemie-Überwachungssystem entwickeln

Großbritannien will mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammenarbeiten, um ein "Pandemie-Radar"-System zu entwickeln. Mit dem System sollen neue Coronavirus-Varianten schneller identifiziert und aufkommende Krankheiten global besser verfolgt werden können. "Die Welt darf nie wieder von einem Virus überrascht werden, das sich unkontrolliert unter uns ausbreitet. Wir müssen ein System der Krankheitsüberwachung aufbauen, das für das 21. Jahrhundert geeignet ist", sagte Premierminister Boris Johnson. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, er freue sich über die Zusammenarbeit, denn Großbritannien gelte als starkes Beispiel für die Überwachung und Sequenzierung von Krankheitserregern. (21.05.2021)

© SZ/dpa/hij/berj/olkl/kast/saul
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