Corona weltweit:162 Infektionen an einem Tag: China meldet höchste Coronazahl des Jahres

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  • China meldet mit 162 Infektionen an einem Tag den höchsten Wert des Jahres 2021.
  • In Frankreich hat die Zahl der Infektionen mit mehr als 100 000 einen Höchststand erreicht, die USA melden fast 300 000 Ansteckungen.
  • Aufgrund der stark ansteigenden Omikron-Infektionen sind weltweit mehr als 4500 Flüge über die Weihnachtsfeiertage storniert worden.
  • Wichtige Corona-Meldungen aus Deutschland finden Sie hier

Mit 162 neuen Infektionen an einem Tag hat China die bislang höchste Zahl neuer lokaler Coronafälle in diesem Jahr verzeichnet. Wie die Behörden am Montag berichteten, wurden allein 150 Infektionen in der Metropole Xi'an gemeldet, wo bereits in der vergangenen Woche nach dem Auftreten einiger Fälle massive Ausgangssperren für die 13 Millionen Bewohner verhängt worden waren. In Xi'an dürfen Menschen ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmen verlassen. Jede Familie kann ein Mitglied bestimmen, das alle zwei Tage einkaufen gehen darf. Auch wurde die Bevölkerung mehrfach komplett auf das Virus getestet.

Mit derart rigiden Maßnahmen hat China, das eine Null-Covid-Politik verfolgt, das Virus weitgehend in den Griff bekommen. Seit mehr als einem Jahr ist es um die Pandemielage in der Volksrepublik deutlich besser bestellt als in vielen anderen Ländern. Das tägliche Leben und die Wirtschaft haben sich längst normalisiert. Allerdings hat die ansteckendere Delta-Variante seit Herbst mehrere Ausbrüche verursacht. Nun fürchten Verantwortliche die noch infektiösere Omikron-Variante. Beim derzeitigen Ausbruch in Xi'an haben die Behörden bislang keine Omikron-Fälle offenbart. In fünf Wochen sollen in Peking die Olympischen Winterspiele beginnen. (27.12.2021)

Ansteckungshöchstwerte in Frankreich und Italien

Frankreich hat mit mehr als 100 000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert verzeichnet. Nach offiziellen Angaben vom Samstagabend wurden 104 611 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet, so viele wie noch nie seit Pandemiebeginn. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit zuletzt bei knapp 647 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Deutschland stuft Frankreich aktuell als Hochrisikogebiet ein.

Frankreichs Regierung will angesichts der drastisch steigenden Zahlen die Zugangsregeln etwa für die Gastronomie und Kulturbetriebe ändern. Zurzeit gilt dort sowie an zahlreichen weiteren Orten 3G. Künftig soll ein negativer Test alleine nicht mehr ausreichen. Ein entsprechendes Gesetz will die Regierung in einer Sondersitzung am Montag auf den Weg bringen, es soll Mitte Januar verabschiedet werden.

In Italien wurden am Samstag 54 762 neue Corona-Infektionen registriert. Damit meldet das Gesundheitsministerium den dritten Tag in Folge einen neuen Höchstwert. Seit dem Ausbruch im Februar vergangenen Jahres sind in Italien rund 5,57 Millionen Ansteckungen registriert worden. Mit 136 530 Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 hat das Land nach Großbritannien die meisten Corona-Toten in Europa zu beklagen. Zuletzt starben in Italien 144 weitere Menschen an oder mit dem Virus. (25.12.2021)

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Fast 300 000 Infektionen in den USA

In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 297 099 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mindestens 1176 weitere Menschen starben mit oder an dem Coronavirus. Die USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben, weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 52,15 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen, mindestens 819 249 Menschen starben. Omikron hat in dem Land Delta als häufigste Virusvariante bereits verdrängt.

Auch in Russland starben erneut viele Menschen. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen 981 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden. Zudem haben sich 24 946 Menschen nachweislich infiziert. (25.12.2021)

Mehr als 4500 Flüge über die Weihnachtsfeiertage storniert

Angesichts der stark ansteigenden Omikron-Infektionen sind weltweit mehr als 4500 Flüge über die Weihnachtsfeiertage storniert worden. Fast 10 000 starteten am Freitag zudem erst mit Verspätung. Dies berichtet die Internetseite FlightAware, die Flüge weltweit verfolgt.

Die Fluggesellschaften haben Schwierigkeiten, ausreichend Personal für ihre Flüge bereit zu stellen, weil sich derzeit so viele Besatzunsmitglieder krank melden. "Wir schauen jetzt von Tag zu Tag", sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft United Airlines am Freitag.

Auch die Lufthansa hatte kurz vor Weihnachten Interkontinentalflüge gestrichen, weil sich so viele Piloten krankgemeldet hatten. Betroffen seien vom 23. bis 26. Dezember vor allem Verbindungen über den Nordatlantik etwa nach Boston, Houston und Washington, hatte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag gesagt. In diesem Verkehrsgebiet könnten die Passagiere am leichtesten umgebucht werden. Auch ein Hin- und Rückflug nach Japan wurde abgesagt. "Wir haben mit einem sehr großen Puffer geplant. Der reicht aber für die extrem hohe Krankenquote nicht aus", so der Sprecher. Über einen Zusammenhang mit der Omikron wolle er nicht spekulieren, da Lufthansa nicht über die Art der Erkrankungen informiert werde. (25.12.2021)

Jeder Zehnte Londoner wohl mit Corona infiziert

In London hat sich wohl einer von zehn Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die jüngste tägliche Schätzung des nationalen Statistikamtes ONS zeigt, dass am Sonntag rund 9,5 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Londons mit dem Virus infiziert waren. Schätzungen für England ergeben, dass sich die Ausbreitung des Virus beschleunigt hat. Danach war in den sieben Tagen von 13. bis 19. Dezember einer von 35 Menschen infiziert. In den sieben Tagen bis 16. Dezember war es noch einer von 45 Menschen.

Der britische Premierminister Boris Johnson rief seine Landsleute auch deshalb in seiner Weihnachtsansprache auf, sich vor Familientreffen auf das Coronavirus zu testen und sich impfen zu lassen. "Obwohl die Zeit, um Geschenke zu kaufen, theoretisch ausläuft, gibt es noch immer eine wundervolle Sache, die ihr eurer Familie und dem ganzen Land schenken könnt - und das ist, sich impfen zu lassen", sagt Johnson einem Redetext zufolge in seiner Ansprache an die Nation am Heiligabend.

Trotz einer Höchstdzahl an Neuinfektionen durch die Omikron-Variante gelten in Großbritannien über Weihnachten keine Kontaktbeschränkungen oder andere schärfere Maßnahmen. In den Krankenhäusern in England zeichnet sich allerdings bereits ab, dass schon in Kürze eine Überlastung drohen könnte. Innerhalb einer Woche stiegen die Krankmeldungen im Zusammenhang mit Covid-19 im englischen Gesundheitsdienst um fast 40 Prozent, wie der Guardian berichtete. Die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern steigt.

Johnson rief dazu auf, sich insbesondere vor Treffen mit gefährdeten Angehörigen auf das Virus zu testen. Er glaube jedoch, dass dieses Weihnachten "signifikant besser" sein werde als das letzte, sagte der konservative Politiker. 2020 hatte die Regierung wegen der aufkommenden Alpha-Variante kurz vor dem Fest alle Feierlichkeiten verboten. Die Impfung bezeichnet Johnson als "unsichtbares Geschenk von unschätzbarem Wert". Sie mache es möglich, dass in diesem Jahr wieder mehr Feierlichkeiten möglich seien. (24.12.2021)

Sundance Festival im Januar schreibt Teilnehmern Booster-Impfung vor

Das Sundance-Filmfestival im US-Staat Utah hat wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante die Auflagen verschärft. Teilnehmer des größten US-Filmfest für unabhängige Produktionen müssen nun eine Booster-Impfung vorweisen, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Zudem gelten Maskenpflicht und andere Hygieneregeln. Das in den 1980er Jahren von Robert Redford begründete Festival soll vom 20. bis zum 30. Januar in der Wintersportregion Park City stattfinden. Gewöhnlich pilgern Zehntausende Filmfans zu dem Event in Utah, doch pandemiebedingt war das Filmfest zuletzt ins Internet verlegt worden. 2022 werden bei dem geplanten Hybrid-Event nun wieder Besucher vor Ort und zusätzlich online erwartet. (24.12.2021)

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