Corona-Impfung:Ein blinder Fleck in den Gesundheitsämtern

Lesezeit: 4 min

Impfstart  im Alfons-Hoffmann-Haus der Münchenstift, Agnes-Bernauer-Str. 185, Laim

Schnell testen und schnell impfen war die Strategie in den Häusern.

(Foto: Florian Peljak)

Nach den schlimmen Erfahrungen des vergangenen Winters waren sich alle einig: Bewohner von Alten- und Pflegeheimen müssen besser vor dem Virus geschützt werden. Sind die Behörden nun gerüstet für diese Aufgabe? Eine Umfrage verheißt nichts Gutes.

Von Markus Grill, Lena Kampf, Berlin, und Rainer Stadler

Vergangenen Freitag war Karl Lauterbach noch nicht designierter Gesundheitsminister, doch ihm dürfte schon gedämmert haben, was auf ihn zukäme, sollte er bald auch für die Pflege in Deutschland verantwortlich sein. Aus Rudolstadt in Thüringen meldete das Landratsamt, in einem Pflegeheim seien 18 Menschen gestorben, die sich mit Corona infiziert hatten. Nur einer davon, erklärte das Amt, sei dreifach geimpft gewesen, und drei weitere zweifach. Alle anderen: ungeimpft. Insgesamt habe ein Drittel der 141 Bewohner des Heims keine Immunisierung erhalten, offenbar auf Anraten von Angehörigen und Betreuern. Das sei "traurig" und "unverzeihlich", das Ergebnis "völliger Unvernunft", sagte Lauterbach. Inzwischen meldete das Landratsamt weitere zehn Tote in dem Heim.

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