Bereits vor einem Jahr, als es noch lange keinen Corona-Impfstoff gab, wurde darüber diskutiert, ob es irgendwann eine Impfpflicht geben würde. Seitdem ist die Debatte immer wieder aufgeflammt und immer wieder rasch ausgetreten worden. Denn für Politiker ist sie heikel, das Thema Impfen ist emotional und viele Deutsche lehnen einen Zwang ab. Seit dem Wochenende ist die Diskussion neu entbrannt - weil sich mit Winfried Kretschmann (Grüne), dem Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, erstmals ein hochrangiger Politiker offen für eine Impfpflicht gezeigt hat. Und weil man in der CDU nun darüber streitet, ob zumindest Ungeimpfte künftig weniger Freiheiten genießen sollen als Geimpfte - einen solchen Schritt sehen viele als die Einführung einer indirekten Impfpflicht. Ein Überblick über die verschiedenen Positionen in der Debatte.
Corona-Krise:Wer sich für eine Impfpflicht ausspricht - und wer nicht
Etwas mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten.
(Foto: Marijan Murat/dpa)Ministerpräsident Kretschmann zeigt sich offen für Zwang, andere lehnen das strikt ab. Viele Politiker wollen zumindest Geimpfte besserstellen. Doch selbst innerhalb der Parteien ist man sich nicht einig.
Von Kassian Stroh
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