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Haft in Zeiten von Corona:Drei Männer, vier mal fünf Meter

JVA Landsberg am Lech

Alltag im Gefängnis - hier in der bayerischen JVA Landsberg: Räumliche Enge führt zu erhöhtem Ansteckungsrisiko für Insassen und Justizbeamte.

(Foto: Nicolas Armer/dpa)

Das Coronavirus hat überall dort leichtes Spiel, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind - so auch im Gefängnis. Schafft es der Staat, Inhaftierte zu schützen, ohne ihre Grundrechte zu verletzen?

Von Thomas Hürner und Lena Kampf

Manuel Schmidt weiß, wie sich Enge anfühlt. Sein Alltag beschränkt sich gewöhnlich auf Routinen und einen Höhepunkt: ein kleiner Spaziergang um den Hof, ein bisschen Bewegung, um den Kopf freizubekommen. Dann schließt sich die massive Sicherheitstür, und er ist wieder eingesperrt auf vier mal fünf Metern, so groß ist die Zelle, die er sich mit zwei weiteren Männern teilen muss. Manuel Schmidt ist Häftling, bis Ende Juni verbüßt er seine Strafe in der JVA Untermaßfeld. Er möchte lieber anonym bleiben. Sein richtiger Name ist der SZ bekannt.

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