Flüchtlingsunterkünfte "Ein unplanbares Geschäft"

Als Notunterkünfte für Flüchtlinge sind Container zur Zeit begehrt wie nie. Stefan Harde könnte viel mehr der mobilen Wohnkisten fertigen lassen. Aber das lässt er lieber sein.

Interview von Bernd Kastner

Container hört sich nach Blechkiste und Seefracht an, deshalb reden sie in der Branche lieber von "Modulen". Und die sind begehrt wie nie, als Notunterkünfte für Flüchtlinge. Ein Gespräch mit Stefan Harder, Deutschland-Chef des Container-Riesen Algeco, über angebliche Wucherpreise und Ämter, die gerade lernen, ein Auge zuzudrücken.

SZ: Sie machen das Geschäft Ihres Lebens.

Stefan Harder: Das würde ich so nicht sagen. Es zeichnet sich zwar eine Sonderkonjunktur ab, aber unsere Module werden auch für Schulen, Kindergärten, Altenheime oder Büros ...