Chronik der Proteste in der TürkeiFür den Park und gegen die Regierung

Erst ging es um einen Park, dann um die Politik. Seit Monaten protestieren in der Türkei Tausende gegen Ministerpräsident Erdogan. Die Stärke der Demonstrationen variiert - die Reaktion der Polizei ist immer gleich heftig.

Erst ging es um einen Park, dann um die Politik. Seit Monaten protestieren in der Türkei Tausende gegen Ministerpräsident Erdogan. Die Stärke der Demonstrationen variiert - die Reaktion der Polizei ist immer heftig.

Am 27. Mai fahren die ersten Bulldozer vor, die Polizei räumt ein Protestcamp im Istanbuler Gezi-Park. Die Regierung plant, auf der Grünfläche nahe des Taksim-Platzes im Herzen der Stadt ein Einkaufszentrum zu bauen. Die Gegner der Umgestaltung wollen den Park erhalten - davon gäbe es sowie so schon zu wenige in der türkischen Metropole. Die Polizei setzt massive Gewalt gegen die Demonstranten ein. Das Bild der "Frau in Rot", der ein Beamter Tränengas direkt ins Gesicht sprüht, erlangt als Symbol für das unverhältnismäßig harte Eingreifen der Sicherheitskräfte weltweit Berühmtheit.

Bild: REUTERS 11. September 2013, 14:452013-09-11 14:45:35 © Süddeutsche.de/chu/mcs