Der biblische Ort Ephraim am Rand der Wüste, in den sich Jesus mit seinen Jüngern zurückgezogen haben soll, er könnte sich dort befunden haben, wo heute das palästinensische Dorf Taibeh ist. Nicht weit entfernt von Jerusalem, aber hinter einem der großen, roten Schilder, mit denen der israelische Staat seine Bürger vor dem Betreten des Palästinensergebiets warnt. Taibeh ist ein christliches Dorf, ein Pilgerort. In diesen Tagen kommen aber vor allem Diplomaten oder Geistliche, um dem katholischen Pfarrer Baschar Fawadleh ihre Solidarität auszusprechen. Denn Taibeh ist nun schon zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit mutmaßlich von radikalen israelischen Siedlern angegriffen worden.
NahostChristenhass in der Heimat Jesu
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Gläubige trauern in der Kirche der Heiligen Familie in Gazastadt um Opfer des israelischen Angriffs, bei dem das Gotteshaus beschädigt wurde.
Omar al-Qattaa/AFPIn Gaza trifft israelischer Beschuss eine katholische Kirche, im Westjordanland greifen jüdische Siedler ein christliches Dorf an, in Jerusalem werden Geistliche angespuckt. Die Betroffenen sprechen von einer „Enthemmung“ – für die Israels Regierung mitverantwortlich sei.
Von Kristiana Ludwig und Annette Zoch, Tel Aviv, München
