Reaktionen "Ein Angriff auf die Freiheit"

Neuseeland erlebte eines der schrecklichsten Hassverbrechen seiner Geschichte.

(Foto: AFP)

Die Welt reagiert entsetzt auf die Angriffe. Die Bundesregierung, der amerikanische Präsident, die EU und viele weitere bekunden ihr Beileid. Die Reaktionen im Überblick.

Mindestens 49 Tote und Dutzende Verletzte: Die Welt reagiert entsetzt auf die Anschläge auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland. Die Angreifer eröffneten während der Freitagsgebete das Feuer. Drei Männer und eine Frau wurden festgenommen.

Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte eine Nachricht von Kanzlerin Merkel: "Tief erschüttert verfolge ich die Nachrichten aus Christchurch. Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen + aus rassistischem Hass ermordet wurden. Wir stehen Seite an Seite gegen solchen Terror."

Außenminister Heiko Maas schrieb auf Twitter: "Wir sind tief erschüttert von dem brutalen Verbrechen in Christchurch. In diesen schweren Stunden stehen wir fest an der Seite unserer neuseeländischen Freunde. Unser ganzes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden der Opfer."

US-Präsident Donald Trump verspricht Beistand: "Mein herzliches Mitgefühl und meine besten Wünsche gelten nach dem schrecklichen Massaker in den Moscheen den Menschen in Neuseeland. 49 unschuldige Menschen sind so sinnlos gestorben, so viele weitere wurden schwer verletzt. Die USA stehen Neuseeland, mit allem was wir tun können, bei. Möge Gott alle segnen!"

Auch Queen Elizabeth II. wendet sich an die Menschen der ehemaligen englischen Kolonie: "Ich bin tief betroffen von den schrecklichen Ereignissen in Christchurch heute. Prinz Philip und ich möchten den Familien und Freunden derer, die ihr Leben verloren haben, unser Beileid aussprechen. Ich möchte auch den Rettungskräften und freiwilligen Helfern, die sich um die Verletzten gekümmert haben, meine Anerkennung zollen. In dieser tragischen Zeit, sind meine Gedanken und Gebete bei allen Neuseeländern."

Auch die britische Premierministerin Theresa May kondolierte: "Meine Gedanken sind bei allen, die von diesem abscheulichen Gewaltakt betroffen sind", schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter. Das Parlament in London legte eine Schweigeminute für die Opfer ein. May sagte später noch, das Vereinigte Königreich sei bereit Neuseeland zu helfen "wie immer wir können".

Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Union, versicherte Neuseeland an dessen Seite zu stehen im Kampf gegen Terrorismus: "Mit Entsetzen und tiefer Trauer habe ich von dem Terroranschlag auf die Moschee in Christchurch erfahren. Die Europäische Union wird immer an der Seite Neuseelands stehen und sich gegen diejenigen stellen, die auf abscheuliche Weise unsere Gesellschaften und unsere Art zu leben zerstören wollen."

Auch EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb im Namen der EU: "Erschütternde Nachrichten aus Neuseeland heute Nacht. Der brutale Anschlag in Christchurch wird niemals die Toleranz und den Anstand schmälern, für den Neuseeland berühmt ist. Unsere Gedanken in Europa sind bei den Opfern und ihren Familien. PM Jacinda Ardern kann auf unsere Solidarität zählen."

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sieht in den Angriffen das jüngste Beispiel für den wachsenden Hass auf Muslime: "Im Namen der Menschen meines Landes möchte ich der islamischen Welt und den Menschen Neuseelands mein Beileid aussprechen, die Opfer dieses verabscheuungswürdigen Aktes wurden. Dieser ist das jüngste Beispiel für wachsenden Rassismus und Islamophobie."

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bekundete ebenfalls ihr Entsetzen: "Egal gegen wen sich Hass, Gewalt und Terror richten, am Ende sterben Menschen, verlieren Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder. Dafür kann es keine Erklärung und darf es nie Entschuldigung geben. Im Gedenken an Opfer in Christchurch nie einen Zweifel daran aufkommen lassen."

Andrea Nahles, Vorsitzende der SPD, schrieb: "Ich bin tief erschüttert über den abscheulichen Terroranschlag von Christchurch. Wer Muslime angreift, greift uns alle an. Dieser Hass darf niemals einen Platz bei uns haben - weder in Neuseeland, noch woanders. Mein Mitgefühl gilt allen Angehörigen. Stay strong, New Zealand!"

Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl, Manfred Weber, rief auf, geschlossen gegen den Terrorismus vorzugehen: "Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Neuseeland und den Opfern des schrecklichen Anschlags in zwei Moscheen in der Stadt Christchurch. Wir müssen alle geschlossen gegen den Terrorismus vorgehen und gemeinsam gegen den Hass kämpfen."

Fußballstar Cristiano Ronaldo zeigte sich ebenfalls erschüttert: "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, deren Familien und jedem, der von dieser Tragödie betroffen ist."

Auch der englische Fußballverein Manchester United bekundete Mitgefühl: "Die Gedanken aller bei Manchester United sind bei denen, die von den heutigen Anschlägen in Neuseeland betroffen sind."

Terrorismus Was über den Anschlag bekannt ist

Terror in Neuseeland

Was über den Anschlag bekannt ist

Der Hauptverdächtige ist ein 28-jähriger Australier, er ist wegen Mordes angeklagt. Die Fakten im Überblick.