Chinas Führer Über den Wolken

Um Herzensdinge geht es nicht, Staatschef Xi Jinping (Mitte vorne, umringt von Mao Zedong, Deng Xiaoping, Jiang Zemin und Hu Jintao, von links oben) träumt vom Wiederaufstieg Chinas zu alter Größe.

(Foto: Thomas Peter/Reuters)

China will die Verfassung ändern, damit Staatschef Xi Jinping auf unbegrenzte Zeit regieren darf. Er wird damit zum mächtigsten Führer des Landes seit Mao Zedong.

Von Kai Strittmatter, Peking

Das Mandat des Himmels verleiht einem in China traditionell der Himmel, und zwar dann, wenn man ein besonders tugendhafter und fähiger Führer ist. Einer, an dem die Menschen sich ausrichten wie Eisenspäne an einem Magneten, und dessen Charisma allein die Welt ein Stück weit ordnet.

Wenn man nicht recht an den Himmel glaubt, sich aber für den tugendhaftesten und fähigsten aller Führer hält, kann man auch selbst nach dem Himmel greifen. Am Ende des 19. Parteitags im letzten Oktober, der ...