China:Verstöße gegen Ein-Kind-Politik bestraft

Chinas Kommunistische Partei hat Hunderten Mitgliedern das Parteibuch entzogen, weil sie mehr als ein Kind haben. Andere wurden aus dem Staatsdienst entlassen.

Chinas Kommunistische Partei hat laut einem Medienbericht Hunderten Mitgliedern wegen Verstößen gegen die staatliche Ein-Kind-Politik das Parteibuch entzogen. In der Provinz Hubei seien mehr als 500 Menschen aus der Partei ausgeschlossen worden, weil sie mehr Nachkommen als erlaubt in die Welt gesetzt hätten, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua.

China: Die Kommunistische Partei Chinas ahndet Verstöße gegen die Ein-Kind-Politik.

Die Kommunistische Partei Chinas ahndet Verstöße gegen die Ein-Kind-Politik.

(Foto: Foto: AFP)

Knapp 400 Personen seien wegen des gleichen Vergehens aus dem Staatsdienst entlassen worden, und sieben Parlamentarier hätten ihr Amt verloren.

Insgesamt hätten in der Provinz im vergangenen Jahr mehr als 93.000 Menschen gegen die Ein-Kind-Politik verstoßen, darunter etwa 1600 Staatsbedienstete, hieß es unter Berufung auf die Familienplanungskommission der Provinz. "Seit einigen Jahren missachten immer mehr Parteimitglieder, Prominente oder Reiche die Vorschriften, wodurch die soziale Gleichheit untergraben wird", zitierte die Agentur den Leiter der Kommission, Yang Youwang.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten versucht China mit strikten Regeln, die Bevölkerungsentwicklung zu beeinflussen und auf diese Weise den Wohlstand zu fördern. In Städten dürfen die meisten Paare nur ein Kind, auf dem Land höchstens zwei auf die Welt bringen.

Die Politik hat jedoch zur Folge, dass in China auf 118 neugeborene Jungen nur 100 Mädchen kommen. Weibliche Föten werden überdurchschnittlich oft abgetrieben.

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