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Internierungslager:Peking zensiert Berichte über China Cables

Chinese President Xi Jinping speaks during a meeting with delegates from the 2019 New Economy Forum in Beijing

Die chinesische Führung hatte bislang behauptet, die uiguren seien freiwillig in den Lagern in Xinjiang.

(Foto: JASON LEE/REUTERS)
  • China versucht die Recherchen über Internierungslager für Uiguren zu zensieren.
  • Bei großen Suchmaschinen und Sozialen Netzwerken lassen sich fast keine Hinweise auf die China Cables finden.
  • Ein Regierungssprecher in Peking spricht von "gemeinen" und "ungeschickten" Versuchen ausländischer Medien, das Thema aufzubauschen.

Nach den Enthüllungen über chinesische Internierungslager für Uiguren in der autonomen Region Xinjiang reagiert die Regierung kurz angebunden. Auf einer Pressekonferenz in Peking sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag, es handele sich um "gemeine" und "ungeschickte" Versuche ausländischer Medien, das Thema aufzubauschen. Aus chinesischer Sicht sollen damit die Mühen und Erfolge der Anti-Terror- und Entradikalisierungsarbeit Chinas zerstört werden. China werde das nicht akzeptieren.

Das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) hatte unter Beteiligung der Süddeutschen Zeitung aufgedeckt, dass die chinesische Regierung Hunderttausende Uiguren in der Region Xinjiang in Lagern interniert, wo sie ihrer Religion abschwören und sich der Ideologie der Kommunistischen Partei unterwerfen sollen, auch von Züchtigungen ist die Rede.

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Regierungsdokumente beweisen, was die Führung in Peking lange leugnete: Sie lässt Millionen Uiguren überwachen und Hunderttausende willkürlich einsperren. Die China Cables offenbaren das menschenverachtende Vorgehen der Kommunistischen Partei.

Die chinesische Botschaft in London teilte als Reaktion auf die Recherchen mit, es gebe keine Internierungslager in Xinjiang. Die "Berufsbildungszentren" seien zur Terrorbekämpfung eingerichtet worden. Die chinesische Regierung hatte bislang behauptet, der Aufenthalt dort sei freiwillig. Tatsächlich aber, das zeigen die China Cables, werden die Lagerinsassen in der Regel mindestens ein Jahr inhaftiert.

Auf die internationalen Berichte reagieren die chinesischen Behörden mit Zensurmaßnahmen. Im chinesischen Netz wurden fast alle Hinweise auf die Recherchen des ICIJ gelöscht. Bei großen Suchmaschinen wie Baidu lässt sich unter dem Projektnamen "Chinacables" nichts finden. Auch in den größten sozialen Netzwerken Weibo und WeChat sind keine Hinweise auf die internationale Berichterstattung zu entdecken. Das gleiche gilt für die wichtigsten Nachrichtenseiten Chinas. Bei der Suche nach dem Begriff Xinjiang finden lediglich Reisebilder von Touristen aus der Region.

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