Die Proteste hatten sich an einer Fahrpreiserhöhung für die U-Bahn in Santiago um vier Euro-Cent pro Ticket entzündet. Die Demonstrationen hielten am Montag in mehreren Städten noch an, obwohl Piñera die Maßnahme inzwischen zurückgezogen hat. Beobachtern zufolge entlädt sich in dem südamerikanischen Staat mit seinen 18 Millionen Einwohnern ein über Jahre aufgestauter Frust über die wachsende soziale Ungleichheit sowie über niedrige Renten und hohe Hürden für Arme beim Zugang zum Bildungssystem.

Bild: AFP 22. Oktober 2019, 00:312019-10-22 00:31:37 © SZ.de/dpa/AP/aner/lalse