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"Charlie Hebdo"-Prozess:Liberté, Egalité, Brutalité

Nach Ermordung eines Lehrers bei Paris - Montpellier

Wir sind so frei: In Montpellier werden während einer Gedenkveranstaltung für den Lehrer Samuel Paty Karikaturen der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" auf ein Hotel projiziert. Alles streng bewacht.

(Foto: Pascal Guyot / picture alliance / dpa)

Im "Charlie Hebdo"-Prozess in Paris wird gerade versucht, alte und neue Wunden zu heilen. Am Ende aber geht es um etwas Größeres: um das Selbstverständnis Frankreichs.

Von Nadia Pantel, Paris

Am fünfzehnten Tag im Charlie-Hebdo-Prozess flüstern die Zuschauer auf den Bänken, ob heute nicht noch mehr Polizisten da sind als gestern. Je konkreter ab Mitte September die erneuten Morddrohungen gegen Charlie-Mitarbeiter werden, desto mehr wächst die Zahl der Beamten, die mit Maschinenpistolen vor der Brust das gläserne Hochhaus am Pariser Stadtrand bewachen. Langsam kündigt sich an, was mittlerweile offenliegt: Hier im Justizpalast wird nicht nur eine traumatische Vergangenheit verhandelt. Sondern auch eine blutige Gegenwart.

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