Die Attentäter von Charlie Hebdo"Goldig, niedlich und immer sehr höflich"

Die drei Attentäter von Paris hatten durchaus Chancen, einen Platz im Leben zu finden. Aber Saïd und Chérif Kouachi sowie Amédy Coulibaly scheiterten. Ein Rechercheteam der SZ hat ihre Lebenswege von der frühesten Jugend an nachgezeichnet. Die Schlüsselstationen in Bildern.

Am Anfang stand der Traum von einer großen Fußballkarriere. Denn einer der beiden Brüder Kouachi, die am 7. Januar den Terror nach Paris und in die Redaktion von Charlie Hebdo gebracht haben, war ein passabler Kicker. Rechtsaußen, technisch gut, fair. So erzählt es sein Jugendtrainer - einer von vielen, die heute Zeitzeugen sind für den Lebensweg der Pariser Terrorzelle um Saïd und Chérif Kouachi, Amédy Coulibary und die flüchtige mutmaßliche Komplizin Hayat Boumeddiene. SZ-Reporter haben eine Woche lang alles eingesammelt, was über die Terroristen von Paris zu finden war, auch die wichtigsten Fotodokumente für diese Bilderstrecke.

Saïd (stehend, im Trikot von Paris St. Germain) und sein jüngerer Bruder Chérif Kouachi sind als Kinder nicht anders als andere Jungs und glauben, auf dem Platz die Welt erobern zu können. Sie fiebern für die französische Nationalmannschaft, als die 1998 Weltmeister wird. Sie unterstützen das gleiche Frankreich, das sie als erwachsene Männer am 7. Januar 2015 mit Sturmgewehren angreifen und schwer verwunden werden.

Bild: privat 17. Januar 2015, 08:542015-01-17 08:54:23 © SZ.de/