CDUMerz und der Osten – die Geschichte einer Enttäuschung

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Man müsse „im Osten mehr erklären“, sagte er mal, und sprach vom „Glück, im Westen geboren zu sein“: Merz findet häufig nicht den richtigen Ton, wenn es um Ostdeutschland geht.
Man müsse „im Osten mehr erklären“, sagte er mal, und sprach vom „Glück, im Westen geboren zu sein“: Merz findet häufig nicht den richtigen Ton, wenn es um Ostdeutschland geht.
Ralf Hirschberger/AFP

Will der Kanzler einfach nicht verstehen, wie der Osten tickt? Oder ist es genau umgekehrt? In Sachsen-Anhalt, wo die CDU gegen eine starke AfD kämpft, scheint die Lage besonders kompliziert zu sein.

Von Daniel Brössler und Iris Mayer, Berlin, Quedlinburg

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Die CDU hat in den 36 Jahren seit der Wiedervereinigung schon schwierige Wahlkämpfe im Osten geführt, einen so schwierigen wie in Sachsen-Anhalt allerdings noch nicht. Ihr Rückstand auf die AfD ist zweistellig, zum ersten Mal könnte eine rechtsextreme Partei in Deutschland eine Landesregierung anführen. Drei Wochen sind es noch bis zur Landtagswahl, zuletzt stand die CDU in Sachsen-Anhalt bei 24 Prozent, Tendenz sinkend. Ihren Wahlkampf führen die Christdemokraten zwischen Altmark und Saale aber nicht nur gegen eine übermächtig wirkende AfD, sondern zunehmend auch gegen den eigenen Kanzler.

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Wenn der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt Wahlkampf macht, stehen die Leute verzückt an für ein Selfie mit ihm. Klima, Rente, wie es weitergeht? Egal. Er verkauft hier ein Gefühl, von Remigration muss er da gar nicht reden.

SZ PlusVon Iris Mayer

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